Kapitel 5
Die Weisheit alter Hochkulturen
(4) Religionen und Wissenschaften  

 

Religion und Wissenschaft waren ursprünglich kaum zu trennen. Gebildete Menschen beherrschten beide Gebiete gleichermaßen, denn Wissenschaft war kreative Forschung nach der Wahrheit göttlicher Gegebenheiten.

Die Altägyptische Religion verehrte sowohl die erkennbare Natur, als auch Götter mit dem Sonnengott Re an der Spitze. Der Glaube an ein Fortleben nach dem Tod war hochkultiviert. Man konnte mit einer hochentwickelten Astronomie die Zyklen und Einflüsse der Himmelskörper berechnen und noch heute künden die Pyramiden von der Leistungsfähigkeit der Ägypter.

Eine fruchtbare Vereinigung

Im dritten Jahrtausend v. Chr. erfolgte die Einwanderung eines Volksstammes fast zur gleichen Zeit in Europa, Amerika und Indien. Die als weißhäutig, rotblond und bärtig beschriebenen Menschen ließen sich von ordnenden männlichen Vorstellungen leiten und achteten die Sonne als höchste Gottheit. In Mexiko sind Darstellungen erhalten. Die eingeborenen Stämme hatten die schöpferischen weiblichen Qualitäten der Erde verehrt. Beide Einflüsse vereinten sich auf sehr fruchtbare Weise. Dies entspricht der Verbindung zwischen Asen und Wanen auf der Ebene der Götter.

Die Auswirkungen in Europa: In Europa lebten Germanen und Kelten im Bewußtsein und zum beiderseitigen Nutzen mit der sichtbaren Natur und den Göttern. Nach neuesten Ausgrabungen, z.B. bei Stuttgart, ist man der Ansicht, daß die Kelten das modernste Volk der Antike waren, ihre Kultur war denen der Griechen und Römer weit überlegen. Bereits um 4000 v. Chr. wurden 220 m tiefe Bergwerke errichtet und es gab Städte mit bis zu 10.000 Einwohnern. Julius Cäsar ließ die Spuren der Kelten tilgen, er ließ 800 Städte niederbrennen, alle Druiden töten und versklavte drei Millionen Kelten.

Vom hohen Wissen unserer Ahnen, der Fähigkeit zur Bestimmung von Zyklen und Einflüssen von Himmelskörpern künden noch heute alte Kulturanlagen wie die Steinkreise von Stonehenge in England. Andere, wie die Externsteine oder die Weltenesche "Igdrassil" in Deutschland, wurden im Zuge der Christianisierung verändert oder zerstört.

Die von Widukind von Corvey geführten Sachsen hatten ihren Naturglauben in Kämpfen von 772 bis 805 n.Chr. gegen das Heer Karls des Großen verteidigt. Die Rache im Namen des Christentums nach der Unterwerfung war so grausam, daß z.B. mehrere Tausend Handschriften verbrannt und allein an einem Tage viertausend Sachsen hingerichtet wurden. So blieb von der germanischen Religion ebensowenig übrig, wie beispielsweise von der Hochkulturen der Maya und Azteken.

Die Auswirkungen in Indien: In Indien verehrten die eingeborenen Drawiden die schöpferischen weiblichen Qualitäten der Erde. Auf ähnliche Weise wie in Europa verband sich deren Kultur mit den ordnenden, männlichen Vorstellungen des Volksstammes, der im dritten Jahrtausend v. Chr. eingedrungenen war. In den Veden (Wissen) wurden alle damaligen Erkenntnisse aufgeschrieben, darunter die Samhitas und Brahmanas mit den berühmten Upanischaden, die Ramayana und die Mahabharata mit der bekannten Bhagavad Gita. Außerdem sind zahlreiche Sutras erhalten, persönliche Notizen von Schülern der großer Meister. Die Veden bildeten die Quelle des Aryuveda, des Yoga und des Hinduismus.

Der Buddhismus

Der Inder Siddharta Gautama Buddha (* 557 v. Chr.) begründete den Buddhismus, der sich später insbesondere in Japan zum Zen-Buddhismus weiterentwickelte.

Der Buddhismus ist die älteste und zugleich friedlichste Religion. Es ist auch die einzige, deren Lehre unverfälscht bis in die Gegenwart bewahrt werden konnte. Der buddhistische Stufenweg zur Erleuchtung bietet noch heute die schnellste Möglichkeit, um zur Erleuchtung zu gelangen.

Der Taoismus

Der chinesische Philosoph Lao Tse (*600 v. Chr.) gab der kosmischen Urkraft den Namen Tao, zu deutsch Weg oder Vernunft. Der Begriff Weg bedeutet Bewegung durch Zeit und Raum. Materie altert im Verlauf von endlichen Zeitabläufen. Das Tao entwickelt sich aus sich selbst, ordnet sich selbst und wandelt sich immerwährend nach kosmischen Gesetzen. Das Tao erscheint von außen gesehen leer, enthält jedoch unerschöpflich viel Energie. Diese steht jedem zur Verfügung, der ihr Wesen versteht. Das Tao weist den Weg und ordnet das innere und äußere Chaos. Es hat keinen Anfang und kein Ende.

"Das namenlose Tao ist der Ursprung aller Dinge Das benannte Tao ist die Mutter des Universums. Das Universum ist das Allgemeine, im Unterschied zum Besonderen und es ist das Ganze, im Unterschied zum Einzelnen".

Lao Tse schrieb das Buch "Tao-te King", das Buch des alten Meisters vom Weg der Mitte und der Tugend. Aus seinen Lehren entwickelte sich der Taoismus.

Der chinesische Philosoph Konfuzius (*551 v. Chr.) erklärte, daß alle Dinge ihre unterirdischen Wurzeln und überirdischen Zweige haben. Alles hat einen unsichtbaren Ursprung und ein sichtbares Entfalten. Er bewahrte Wissen aus einer Zeit von fast 3.000 Jahren v. Chr., indem er unter anderem das I King, das "Buch der Wandlungen" schuf. Danach besteht die Urkraft Ki aus den beiden Aspekten Yin und Yang. Diese Aspekte sind in einem ständigen Wandel begriffen. Yin ist dabei der nach innen gerichtete dunkle, ruhige und materielle Teil, während Yang der nach außen gerichtete, helle und lebendige Teil ist. Nach dem Universal-Prinzip entspricht Yang der Levitations- , Yin der Gravitationskraft und das Tao dem Umfeld.
Aus dem alten China kommt auch die Lehre von der Akupunktur.

Griechische Gelehrte

Der Philosoph Pytagoras (*570 v. Chr.) war Wissenschaftler, insbesondere Mathematiker, er vertrat die Lehre von der Wiedergeburt der menschlichen Seele und ging davon aus, daß die Planeten bei ihrer Umdrehung Klänge (Sphärenmusik) erzeugten. Nach dem Universal-Prinzip erzeugt jedes angeregte Objekt Töne, d.h. auch die Planeten selbst und deren AWF.

Der Philosoph Plato (*427 v. Chr.), Schüler des Sokrates, lehrte, daß nur den unveränderlichen Urbildern im Gegensatz zu den wahrnehmbaren Dingen (Abbildern der Ideen), wirkliche Existenz zukommt. Höchste Idee ist die des Guten, aus der die anderen Tugenden abgeleitet werden. Nach Platon sollte im optimalen Staat, der Beste (mit Einsicht Regierende Philosophenkönig) an der Spitze stehen. Nach dem Universal-Prinzip wird die Umfeldanregung durch AWF in dichtere Bereiche heruntertransformiert. Die Bewegung des Umfeldes ist primäre Ursache, die daraus entstehende Wirkung sekundäre Folge.

Der Phiolosoph Aristoteles (*384 v. Chr.), Schüler Platos verband Weltoffenheit mit Geistesschärfe, Tiefsinn mit größter Verstandeshelle, Spekulation mit Erfahrung, war der größter Systematiker der abendländischen Geistesgeschichte.

Die Trennung

In vorchristlicher Zeit deutete sich bereits eine Trennung zwischen verstandesmäßigen Wissen und intuitiver Kreativität an, die den Lauf der Geschichte nachhaltig bestimmen sollte. Denn die Wissenschaft geriet genau wie der von ihr entkoppelte Glaube später selbst in eine dogmatische Richtung, aus der sie sich bis heute nicht zu lösen vermochte.

Beginnend mit Aristoteles (siehe oben), später mit Descartes und Newton wurde zunehmend nur das anerkannt, was nach dem jeweiligen Stand der Wissenschaft sichtbar, meßbar und berechenbar bzw. durch analytisches Denken beweisbar war. Seither verwarf diese Wissenschaft auch Dinge, die sie einige Zeit später selbst in anderem Kontext wiedererfand.
Von Descartes stammt die Aussage, daß Lebewesen mechanische Systeme seien und - der Ton durch Anschlagen einer Klaviersaite sei prinzipiell das Gleiche wie das Jaulen eines Hundes, wenn man diesen tritt.

Das Christentum

Die Lehre vom Christentum wurde von Jesus begründet, dessen Identität umstritten ist, der dies den Völkern des nahen Ostens gelehrt haben soll. Die ursprüngliche Lehre wurde allerdings seit ihrer Entstehung mehrfach korrigiert, auf dem Konzil von Konstantinopel wurde die Reinkarnation getilgt. Mit der Beseitigung der Gottheiten wurde die Unnahbarkeit Gottes proklamiert und seine Vertreter auf Erden bestimmt.

Bald verbanden sich Kirche und Staat im Bestreben, Reichtum und Macht zu mehren (Fürstbischöfe). Beredter Ausdruck des christlichen Machtstrebens waren die Kreuzzüge des Mittelalters sowie die Unterdrückung jeden anderen Glaubens und der Wissenschaften in jener Zeit. Im Mittelalter wurden Hochkulturen zerstört, unzählige Menschen in aller Welt getötet, Wissen vernichtet.

Die isolierte Wissenschaft

Die erstarkte Religion verteidigten ihre Dogmen noch mit allen Mitteln, als die Naturwissenschaften deren Irrtümer bewies. Schließlich setzten sich aber doch wissenschaftliche Erkenntnisse durch, weil sie nicht mehr zu unterdrücken waren. So wurde die Wiederentdeckung des heliozentrischen Weltbildes durch Nikolaus Kopernikus mit seiner Denkschrift von 1514 erst dann zur Kenntnis genommen, als Galileo Galilei mit der Wiederentdeckung der Jupitermonde 1610 den entscheidenden Beweis für dessen Richtigkeit erbracht hatte.

Galilei wurde dafür am 22.06.1633 von der christlichen Inquisition verurteilt, die immer noch daran festhielt, daß die Erde im Mittelpunkt unseres Sonnensystems stände. Galileis Ausspruch

"... und sie bewegt sich doch!" wurde von Bertold Brecht in seinem Stück "Leben des Galilei" umgesetzt in "... und die Erde rollt fröhlich um die Sonne, und die Fischweiber, Kaufleute, Fürsten und die Kardinäle und sogar der Papst rollen mit ihr...".

Das kopernikanische Weltbild und die Darwinsche Evolutionstheorie wurden übrigens erst 1995 und 96 offiziell vom Johannes Paul II. anerkannt und Galilei wurde 1992 öffentlich rehabilitiert. Am 12.03.2000 entschuldigte sich der Papst auch für die Irrtümer und Verbrechen, die im Namen des katholischen Glaubens begangen wurden, swie für die Gewalt und Feindschaft gegen Gläubige anderer Religionen, fremder Kulturen und religiöser Traditionen. Er erinnerte an die Verantwortung der Christen für die heutigen Übel. Er erklärte jedoch nicht, wie das Karma getilgt werden soll. Dennoch gebührt ihm Anerkennung für diese erste Schritte zur Zeitenwende (s. Abschnitt 6).

Das moderne Weltbild

ist dadurch gekennzeichnet, daß das ganzheitliche Wissen der alten Meister und Gelehrten verworfen wurde. Seit Newton beschränkten sich die Naturwissenschaften auf die Ursache-Wirkungsbezüge von linearen, determinierten (vorausbestimmbaren) Systemen mit der Technik im Mittelpunkt - Eigenschaften und Verhalten der Einzelteile bestimmen das Ganze. Man beschränkte sich auf die sekundären (zweitrangigen) Vorgänge im Bereich dichter Materie, konzentrierte sich immer mehr auf Einzelheiten und verlor dabei oft den Überblick über ganzheitliche Zusammenhänge. Das Newtonsche System wurde zum Dogma. Die übrigen Naturwissenschaften konzentrierten sich nach dem Muster der Physik immer häufiger auf Details. Diese untersuchte man zwar sehr präzise, aber Erscheinungen, die nicht in das jeweilige Denkschema paßten, werden oft als "Ausnahmen" behandelt, mit der Einführung von Konstanten umgangen, gleich "0" bzw. "unendlich" bezeichnet oder gar völlig ignoriert.

Alles, was die Wissenschaften bis heute bewiesen haben oder noch beweisen werden, ist nie die Wirklichkeit selbst, sondern beschränkt sich immer nur auf Dinge oder Zustände, die mit Geräten meßbar und durch unsere Sinne von der Wirklichkeit erfahrbar ist. Die übrigen Wissenschaften konnten daher stets nur eine subjektive Realität beschreiben, die bestenfalls das Abbild eines Teils der objektiven Realität darstellt beziehungsweise diesem möglichst nahe kommt.

Erst ab der 20er Jahre dieses Jahrhunderts, als man immer häufiger an die Grenzen dieses Dogmas stieß, geriet es ins Wanken.
Das Erkenntnisstreben hatte die Physiker bei ihren Versuchen und Berechnungen auf Zusammenhänge stoßen lassen, die mit der bisherigen Denkweise nicht zu erklären waren. Sie fanden heraus, daß die für uns sichtbare Welt der Materie lediglich eine verdichtete Form von Energie ist. In der Quantenphysik bestimmt das Ganze das Verhalten der Einzelteile. Damit wurde die Physik zur Pionierwissenschaft und zum Motor der Entwicklung, zu deren Etappen leider auch Atombombe, Kernkraftwerke, Elektrosmog gehören, außerdem die Genmanipulation der Biotechnologen.

Zu Beginn des dritten Jahrtausends bedarf die Relativitäts- und die Quantentheorie einiger Korrekturen, denn es gibt inzwischen weitere Erkenntnisse, die zu einer grundlegenden Neuorientierung führen werden. Mehr dazu im Kapitel 6.

Das gerade entstehende neue Weltbild

bestätigt sowohl altes Wissen, erfaßt aber ebenfalls die primären (erstrangigen), nicht linearen, undeterminierten (nicht vorausbestimmbare) Systeme, die sich in feinstofflichen Bereichen befinden. Hier steht die Natur im Mittelpunkt. Künftig sollten aber nicht nur die (Natur-) Erscheinungen erforscht und die Umsetzung in Technik und Wirtschaft im Vordergrund stehen, sondern es sollten auch die Ursachen der Erscheinungen untersucht werden, damit die Folgen ungehemmter Technikentwicklung im Voraus erkannt und verantwortlich verwaltet werden können. Dazu kann das Universal-Prinzip einen großen Beitrag leisten.

Sicher wird es noch einige Zeit dauern, bis das neue Denken in den übrigen Wissenschaften Fuß faßt. Das liegt einerseits daran, daß ein großer Aufwand erforderlich ist, um Altes zu überarbeiten und neu zu ordnen sowie Zusammenhänge mit anderen Bereichen zu erkennen, und andererseits daran, daß die Lobby der traditionellen Märkte, der konservativen Politiker und Wissenschaftler das Alte bewahren wollen.

Kreative Gedanken fassen bei den Physikern Fuß

"Die Welt erscheint in dieser Weise als ein kompliziertes Gewebe von Vorgängen, in dem sehr verschiedenartige Verknüpfungen sich abwechseln, sich überschneiden und zusammenwirken und in dieser Weise schließlich die Struktur des ganzen Gewebes bestimmen." (Werner Heisenberg)

"Ohne Beobachtung existiert die sichtbare Materiewelt in einem klar umrissenen Sinne nicht. Durch unsere Beobachtung erschaffen wir die sichtbare Welt. Der Beobachter spielt eine zentrale Rolle bei der Festlegung der Natur der Wirklichkeit auf der Quantenebene. Wenn niemand hinsieht, kollabiert die Welle nicht und es entsteht auch kein Quant." (Der Physiker Davis)

"Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ist ein Meer." (Isaac Newton)

"Der Mensch ist ein Mikrokosmos im Makrokosmos". (Paracelsus)

"Alle Dinge sind Ballungen von Atomen, die tanzen und durch ihre Bewegungen Geräusche hervorrufen. Ändert sich der Rhytmus des Tanzes, ändern sich auch die erzeugten Töne. Jedes Atom singt unaufhörlich sein Lied, und der Ton erzeugt in jedem Augenblick dichte und subtile Formen." (Alexandra David Neel)

So erleben wir gegenwärtig auch in unserem Bewußtsein die Wiedervereinigung von Geist und Materie. Zum Übergang vom 2. Ins 3. Jahrhunderts hat die Zeit des Wassermannzeitalters begonnen, die unter dem zentralen Thema Wellen und Kommunikation steht.

"Wenn sich das Ch'i verdichtet, wird seine Sichtbarkeit augenscheinlich, so daß es dann die Formen (materielle Dinge) gibt. Wenn es sich verdünnt, ist seine Sichtbarkeit nicht mehr augenscheinlich, und es gibt keine Formen. Kann man bei seiner Verdichtung etwas anderes sagen, als daß dies nur zeitweilig ist? Aber kann man bei seiner Zerstreuung vorschnell sagen, daß es dann nicht existiert?" (Chang Tsai)

Zum Medium

Aristoteles glaubte, daß man Materie in immer kleinere Stücke zerlegen könne. Demokrit war dagegen der Ansicht, ein Atom sei das kleinstes Teilchen und unteilbar. Thompson entdeckte um die Jahrhundertwende das Elektron und Rutherford wies 1911 endgültig nach, daß Atome aus kleineren Teilchen bestehen. Rutherford leitete ab, daß ein Atom aus einem positiven Kern und negativen Elektron bestünde, weil er festgestellt hatte, daß a-Teilchen (Protonen) bei der Kollision mit Atomen abgelenkt werden. 1932 entdeckte Chadwick das Neutron und Gell-Mann später die Quarks.

So behielt Aristoteles recht. Die etablierte Wissenschaft glaubt, daß es neben Teilchen mit Masse auch masselose oder virtuelle Teilchen gäbe. Einstein hatte dies mit der Trennung von Bewegungs- und Ruhemasse postuliert und behauptet es gäbe keinen "Äther".

Nach dem Universal-Prinzip sind die Teilchen bis zur Unendlichkeit teilbar und es gibt kein Teilchen, daß keine Masse hätte, auch wenn man diese heute noch nicht messen kann (Kapitel 1, Abschnitt 23).

Zur Urkraft

Wieder ist es Aristoteles, der davon ausging, daß es zwei Kräfte sind, die auf Materie einwirken: Schwerkraft und Auftrieb. Die etablierte Wissenschaft geht heute von vier Kräften aus, der Gravitationskraft, die elektromagnetische Kraft, die schwache Kernkraft (schwache Wechslwirkung) und die starke Kernkraft (die den Atomkern zusammenhält). Die Gravitation sei von allen vier Kräften die schwächste. Seit langem wird nach einer Theorie gesucht, die diese vier Kräfte als Erscheinungsform einer einzigen Kraft erkennt.

Das Universal-Prinzip teilt auch hier die Meinung von Aristoteles und unterscheidet die Gravitations- und die Levitationskraft als zwei entgegengesetzte Komponenten einer einzigen Kraft. Alle Arten von Wellen, einschließlich der Schall- und der Wasserwellen sind elektromagnetische Wellen. Auch jede andere Wechselwirkung, an der Materie beteiligt ist hat eine elektrische und eine magnetische Komponente. Dami entspricht das Universal-Prinzip der o.g. gesuchten Theorie (Kapitel 1).

Zum Licht

Aristoteles ging davon aus, daß Licht nicht aus Teilchen, sondern aus Wellen besteht. Dies vermutete auch Christian Huygens (mit Beugungs-, Interferenz- u. Polarisationserscheinungen).

Isaac Newton nahm an, daß sich Licht aus Strahlung vieler Teilchen (Korpuskularstrahlen) zusammensetzt und ging von 7 Farben aus. Goethe nahm 6 Spektralfarben an (3primäre und 3 sekundäre), Farbtherapeuten arbeiten heute auch mit 8 Farben (Komplementärfarben)

Albert Einstein und Max Planck schufen die Grundlagen zum Verständnis der Doppelnatur des Lichtes. Nach der Relativitätstheorie ist Licht eine Energieform. Die Quantenelektrodynamik erklärt, daß Licht nicht kontinuierlich abgestrahlt wird, sondern in Form von Energiepaketen, die Einstein Lichtquanten nannte. Dann stellte man zunächst bei den Licht-Quanten (Photonen) fest, daß diese sich sowohl als Teilchen als auch als Welle verhalten können.

Die Wahrheit liegt in der Mitte. Das Universal-Prinzip trennt Teilchen und Welle sauber und erklärt, weshalb es keinen Dualismus zwischen beiden gibt. Angeregte Medienteilchen emittieren Wechselwirkungsteilchen. Diese verbinden sich mit Umfeldteilchen vom Sonnenwind und strahlen Licht ab (Kapitel 1, Abschnitt 20).

 

  zurück weiter
Zurück zur Übersicht Kapitel 5
e-mail home
Copyright by Rolf Böttner