Kapitel 3
Die Erde
(13) Das Leben  

 

Nachdem wir nun eine Vorstellung für die Ursachen der Entstehung von Formen entwickelt haben, gehen wir in Gedanken noch einmal zurück in die Frühzeit.

Die Ursubstanz aller Sterne und Planeten besteht aus den gleichen Quarks und Gluonen (Elementarteilchen, Bestandteile der Atome), aus denen auch unsere Erde entstand, sowie alles, was sich danach auf ihr entwickelte, die Pflanzen Tiere und schließlich auch wir Menschen.

Wenn wir diese Erkenntnis durchdenken ergibt sich, daß wir alle damals beim Urknall dabei waren und mit uns alles, unabhängig davon, ob wir es mit unseren 5 Sinnen wahrnehmen können oder nicht. Wir waren damals dabei - allerdings in einer anderen Form, nämlich als einzelne Grund-Bestandteile des Universums.

Die Natur vollbrachte die gigantische Leistung, aus winzigsten Bausteinen unsere wunderschöne Welt und schließlich uns, die Menschen zu schaffen! Und nun wir es, die unsere Welt verändern, allerdings nicht immer im positiven Sinne. Angesichts des gewaltigen Schöpfungsaktes der Natur, wäre es klug in Zukunft wieder mehr von der Natur lernen.

Lebewesen, also lebende Materie, entsteht und entwickelt sich stetig weiter unter fortwährender Anpassung an die sich ebenfalls wandelnden Umfeldbedingungen. So entwickeln sich aus einer Grundform stets verschiedene Varianten. Aus einigen entstehen komplexere Systeme, und auch diese werden sofort wieder variiert. Einen Aspekt der Entwicklung wird als Mutation (sprunghafte Veränderung) bezeichnet, ein anderer als Selektion (Lebewesen leben miteinander und voneinander und halten sich selbst in Proportion, entstehende Nischen werden umgehend wieder belebt). Nischen können entstehen durch einen Wandel der Lebensbedingungen im kleinen wie im großen Maßstab. So verändert sich z.B. die Erdoberfläche durch Vulkanismus, Plattenverschiebungen, Kontinentaldrift, Erosion oder Klimaänderung. Die riesige Nische, die durch das Sauriersterben entstand, bot den Säugetieren ihre Entwicklungschance.

Im Zusammenwirken verschiedener Aspekte vollzieht sich die Evolution.

Ein entscheidendes Merkmal der Entwicklung ist aber auch, daß bei der stetigen Herausbildung höherer Formen immer die bewährten Grundformen beibehalten werden, d.h. Neuerungen werden zum Bewährten hinzugefügt. Die Medienteilchen der äußeren AWF entstanden so aus Verbindungen von Kern- und Umfeldteilchen. Das Universal-Prinzip erklärt Mutationen und die Entwicklung auf Basis bewährter Grundformen auf einer neuen Basis - mit Oktavsprüngen. Diese treten ein, wenn sich aus einer Kernschicht ein neues AWF entwickelt hat (mehr dazu im nächsten Kapitel "Wir Menschen").

Ein weiteres grundlegendes Merkmal allen Lebens ist, daß alle Gebilde infolge der ständigen Anregung pulsieren. Dadurch sind diese einerseits durch kommunizierende Resonanzkanäle miteinander verbunden, andererseits wird ein mehrstufiger Stoffwechsel in Gang gesetzt - Materie umverteilt und verfeinert. Beispielsweise gelangen durch unser Einatmen Umfeldteilchen (Luftsauerstoff O) in das niedrigere Energieniveau des Körpers. Zur Anpassung an das dichtere Körperinnere verbinden sich diese mit Medienteilchen größerer Energiedichte (Kohlenstoff C). Nach dieser Stoffveränderung wird die entstandene Verbindung (Kohlendioxid CO2) durch den Stoffwechsel wieder an das Umfeld abgegeben und ausgeatmet. Im höheren Energieniveau des Umfeldes (Luft) löst sich die Verbindung wieder durch die Photosynthese der Pflanzen bei ihrer Assimilation.

Leider wird dieser Kreisprozeß durch die Zivilisation des Technikzeitalters massiv gestört. Einerseits wird immer mehr CO2 produziert, andererseits werden immer mehr Pflanzen vernichtet. Die Natur wird überfordert, es reichern sich immer mehr schwere Gase an (z.B. CO2), diese bilden künstliche AWF-Grenzschichten und bewirken einen Treibhauseffekt. Das Ergebnis ist eine globalen Erwärmung, weil die Erdwärme nicht mehr wie früher entweichen kann (Bild 31). Während die natürliche Zunahme der Sonnenaktivität zur Ausbildung weiterer AWF führt, wird die Umverteilung der Kernmaterie durch den menschlichen Eingriff behindert. Die stärkere Erwärmung dichterer Medien bedeutet Rückentwicklung in einen früheren Entwicklungsabschnitt - Ursache für Degenerations- und Dekadenz-Erscheinungen auch in der menschlichen Gesellschaft.

Bild 31 Treibhauseffekt, © Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh, 1994

Wie unsere Erde bauen auch Steine, Pflanzen, Tiere und wir Menschen im Laufe des Lebens mehrere AWF auf und werden dadurch insgesamt leichter. Indem wir altern oder besser reifen - verwenden wir unsere Energie für die vielfältigen Aktivitäten des Lebens. Durch die Erfahrungen, die wir dabei sammeln, werden grobe Medienteilchen aufgebrochen und es entstehen die Baustoffe für immer feinere AWF (mehr dazu im Kapitel 4).

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