Kapitel 3
Die Erde
(10) Was sind Klangfiguren?  

 

Nach dem Universal-Prinzip gehören auch Wasser- und Schallwellen sowie der Wind zu den elektromagnetische Wellen (Kapitel 1, Abschnitt 19). Wir kennen alle die Wellenrippel, die von Wasserwellen in den Sand von Seen oder Meeren geformt werden oder auch Sandrippel, die der Wind in Dünen erzeugt.

Schallwellen können ebenfalls Formen bilden. Bekannt sind die "Klangfiguren" von Ernst Chladni (* 1756). Er erzeugte diese Schwingungsmuster, indem er eine dünne schwingungsfähige Platte (Membrane) mit feinem Sand oder Puder bestreute und diese mit einer schwingenden Stimmgabel berührte. Die Form der Klangfiguren ist von der Art des Tones abhängig. Die Lautstärke entspricht der Amplitude, die Tonhöhe der Frequenz (Anzahl der Schwingungen pro Zeiteinheit) und die Klangfarbe der Schwingungsform. Die anregenden Schwingungen können auch mit einem Geigenbogen oder einem elektrischen Schwinger, beispielsweise einem Rasierapparat, erzeugt werden. Je höher der Ton, desto vielgestaltiger wird die Klangfigur, weil nach der Beziehung D =l/2 des Universal-Prinzips dann kleinere Medienteilchen in größerer Anzahl angeregt werden und ein feineres Raster mit höherer Auflösung entsteht.

Nach dem gleichen Prinzip funktionierte das "Eidophon" einer walisischen Musiklehrerin. Das Eidophon ist ein geschlossener Behälter, in dem sich eine Membran befindet, die mit feinen Partikeln oder Lösungen bedeckt ist. Durch Hineinsingen erzeugte die Lehrerin im Jahre 1904 unter anderem erstaunlich schöne Gänseblümchen-, Stiefmütterchen-, Weizen- und Baummuster.

Die gesprochenen Vokale "I" und "O" erzeugen übrigens identische Klangfiguren in der Form dieser Buchstaben und das Mantra "OM" läßt das komplizierte "OM-Mandala" entstehen - ein Zeichen dafür, daß hier Sprache und Form übereinstimmen. Es erscheint daher außerordentlich wichtig, Worte entsprechend ihrem wahren Sinn und ihrer Bedeutung zu verwenden. Viele Modeworte werden in einem teilweise entgegengesetztem Sinn gebraucht, so daß die innere Verarbeitung der Kommunikation zu beträchtlichen Verwirrung führen kann.

Die vielfältigen Formen und Muster von Kristallen entstehen analog (Bild 28). Geometrische Grundfiguren spielen auch in der Spährenharmonik eine wesentliche Rolle, denn deren Winkelverhältnisse entsprechen den Intervallen.

Bild 28 Kristallformen © Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh, 1994

Vor einigen Jahren hatten wir ein besonderes Erlebnis. Eines Morgens, wir waren zum Skilauf auf die Seiser Alm gefahren, fielen uns ungewöhnlich große Eiskristalle im Schnee auf. Beim näheren Hinsehen erkannten wir, daß sich eine perfekte Wiese aus Eis und Schnee geformt hatte. Die aus Firn bestehenden "Blätter" hatten Rippen und sogar seitliche feine Härchen ausgebildet. Ganz offenbar hatten anregende Raumwellen von oben sowie Raumwellen von den unter der Schneedecke befindlichen Samen nach dem Universal-Prinzip in Übereinstimmung mit den Aussagen von Steiner, Köhler, Sheldrake und Burr das Wunder über Nacht vollbracht.


  zurück weiter
Zurück zur Übersicht Kapitel 3
e-mail home
Copyright by Rolf Böttner