Kapitel 2
Das Universum
(3) Kosmisches Einatmen  

Die Produkte des "Todes" (Supernova) bestanden demnach aus einem Feld mit extrem geringer Energiedichte (Raum-Nebel) und einem Feld mit extrem großer Energiedichte (Materie-Klumpen). Während der Nebel entsprechend dem Universal-Prinzip in eine Region mit einem hohen Energieniveau entwich, wurde der Materie-Klumpen wegen der größeren Gravitationskraft in eine Region niedrigerem Energieniveaus gezogen.

Beide Felder gerieten mit vertauschten Rollen in einen neuen Zyklus, allerdings in einem jeweils anderen Energieniveau. Während der Materie-Klumpen als schwerer Kondensationskern in seiner neuen Region Materie anzog (dichten Nebel und größere Objekte), wurde der Nebel in einer anderen Region von einem dort befindlichen leichteren Kondensationskern angezogen.

Ohne äußere Anregung kam in beiden Fällen folgender sich selbst verstärkender Prozeß in Gang:

Im gleichen Maße, wie die Planeten an Masse zunahmen wuchs auch deren Energiedichte (im letzten Stadium durch Kernfusion). Durch die ungebremste Gravitationskraft zogen sie schließlich wie Staubsauger alles an, was sich in Reichweite ihrer Gravitationsfelder befand - Raum verdichtete sich zu Materie. Noch in der Bewegung kondensierten die Medienteilchen wie Hagelkörner. Zuerst regnete es Elementarteilchen, später Atome und am Schluß schlugen immer größere Objekte ein (Bild 18), die sich in Form von Schalen an die Kerne anlagerten. Im Inneren verdichtete sich die Materie über Zwischenformen von Ionen und Isotopen zu immer schwereren Verbindungen und Elementen.

Bild 19 Asteriod Gaspra

Durch die ständig zunehmende Dichte entstand eine so gewaltige Gravitationskraft, daß sich die angezogenen Objekte mit steigender Geschwindigkeit näherten. Infolge der Anregung durch den Druck der Einschläge und die zunehmende Dynamik der Kondensation erhitzte sich der Kondensationskern schnell. Das war der Grund für eine Verzögerung des Gravitationsprozesses. Mit zunehmender Erwärmung stieg auch der Druck und im Zentrum des Kerns baute sich wieder eine nach außen gerichtete Levitationskraft auf, weil die angeregte Materie bestrebt war, sich auszudehnen.

 

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