Kapitel 2
Das Universum
(2) Kosmischer Atem statt universaler Urknall  

Die Entwicklung des Universums entspricht nach dem Universal-Prinzip etwa der Urknalltheorie - mit dem Unterschied, daß nicht das gesamte Universum betroffen sein muß, sondern jeweils auch einzelne Systeme, etwa ein Sonnensystem oder eine Galaxie (Bild 14). Es findet somit ein ständiger Wechsel von kondensierenden und expandierenden Objekten aller Größenordnungen statt, und die bestehende Theorie eines "fluktuierenden Universums" wird insofern bestätigt. Die mittlere Energiedichte des Universums (in der Astronomie auch "räumliche Dichte der Materie" genannt) bleibt dabei konstant.

"Supernovas" und "Schwarze Löcher" sind die Extreme, die das Ende einer Entwicklungsphase und zugleich den Beginn einer neuen kennzeichnen, in deren Verlauf sich die Objekte periodisch in Zwischenformen der beiden Extreme Materie und Raum umwandeln. Nachdem ein Teilprozeß durchlaufen wurde, geht das System in den nächsten gegenläufigen über.

Spekulieren wir einmal, daß einst, vielleicht vor 10 bis 15 Milliarden Jahren ein galaktischer "Urknall" stattgefunden hat. Die galaktische Zentral-Sonne war als Supernova explodiert. Im Bruchteil einer Sekunde zerstrahlte die Materie zu einem ultrahochfrequenten Plasma, wandelte sich also spontan in Raum um, der sich potentiell aufblähte. Gegen Ende der Expansion, als die Levitationskraft aufgebraucht war, kondensierte der Rest zu einem Klumpen dichter Materie.

 

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