Kapitel 1
Das Universal-Prinzip pur

(2) Das Ausgleichsfeld

 

Ein Körper (Kern) und das Umfeld, in welchem sich dieser befindet, bilden zwei unterschiedliche Potentiale. So unterscheiden sich beispielsweise Masse, Temperatur, Druck oder Energiedichte, wobei das Umfeld meist ein geringeres Potential aufweist als der darin befindliche Kern. Aufgrund der Spannung, die sich durch solche Gegensätze ergibt, baut sich ein Ausgleichsfeld zwischen Kern und Umfeld auf (Bild 2). Körper und Ausgleichsfeld bilden zusammen ein "Objekt".

Der Begriff "Energiedichte" ist im Sinne des spezifischen Gewichtes zu verstehen. Die Energiedichte eines Objektes läßt sich durch das Verhältnis von Masse zu Volumen ausdrücken:

Die Energiedichte eines Objektes setzt sich immer aus der Dichte von Kernes und Ausgleichsfeld (AF) zusammen. Stoffe, die aus verschiedenen Elemente bestehen, verbinden sich immer im Bereich ihrer AF. So treten beispielsweise verschiedene Atome lange bevor sie sich chemisch miteinander verbinden in physikalische Wechselwirkungen. Schon Albert Einstein hatte eine Vorstellung von, wie er sagte "gekrümmten Räumen", die sich um Objekte ausbilden und er erkannte, daß diese Räume unterschiedliche Bezugssysteme darstellen.

Bild 2: Kern- und Ausgleichsfeld; links ein beliebiger Körper; rechts ein Atom mit Elektron (A) Verlauf der Energiedichte als Funktion des Abstandes vom Kernmittelpunkt (B)

AF finden sich überall. Beispiele dafür sind die Erdatmosphäre, der Duft einer Rose, die Wärme eines Ofens, Fruchtfleisch und Schale eines Apfels, das Mikroklima unter einem Baum, der Schweif eines Kometen oder die ionisierte Luft im Bereich einer Hochspannungsleitung. Die AF wirken als Mittler zwischen Kern und Umfeld, dadurch gleichen sie die auf den Kern einwirkende äußeren Kräfte aus. Wird ein Apfel aufgeschnitten, also sein AF beschädigt, stellt dieser umgehend ein Ersatz-AF her: Die Schnittfläche wird braun und es bildet sich eine Schicht, die aus Teilchen des Apfels und des Umfeldes besteht und ein schnelles Austrocknen verhindert. Die menschliche Haut stellt ebenfalls ein AF dar. Bei Verletzungen entsteht rasch ein Wundschorf als neues AF, das vor Verblutung und Infektionen schützt.

Auch Satelliten, orbitale Teleskope und die Internationale Raumstation ISS sind einer bisher unterschätzten Gefahr ausgesetzt: Ihr Teflon-Schutzschild wird von extrem aggressiven Sauerstoffatomen zerstört (Bild 2/1).


Bild 2/1 Weltraumteleskop Hubble: Risse in der Haut

Die Vorgänge im AF laufen stets auf einen Ausgleich von Spannungen hinaus.

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