BSE

Bovine Spongiforme Enzephalopathie. Der Erreger durchlöchert schwammartig das Gehirn. Symptome sind u.a. unkontrollierte Bewegungen. 1985 wurde der erste Fall bei einem Rind in England dokumentiert. Inzwischen starben mehr als 170.000 Rinder (Stand 11/00) an BSE. Nach jahrelanger Verharmlosung räumte auch die britische Regierung 1996 ein, daß es eine Verbindung zwischen BSE und einer neuen Variante der Creutzfeld-Jakob-Krankheit gibt. Seit 1985 erkrankten bzw. starben in Großbritannien über 80 Menschen. Bei Rindern gilt bisher die Aufnahme von infiziertem Gewebe über die Nahrung als Infektionsweg. Aus verendetes Tieren wird Tierkörpermehl hergestellt, dabei werden auch Schafe, die wegen der Traberkrankheit (mit BSE verwandte Form) starben und mit BSE infizierte Rinder verarbeitet. Industriell hergestelltes Tiermehl wird in der konventionellen Landwirtschaft teilweise Kraftfuttermischungen beigefügt. Seit 1994 ist das Füttern von Tiermehl an Wiederkäuer in der EU verboten. Dennoch werden immer wieder Tiermehlanteile im Futter festgestellt. Im Ökolandbau war und ist Tiermehl nicht zulässig.

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