Germanische Religion

uneinheitlicher Komplex religiöser Vorstellungen der germanischen Völker zur heidnischen Zeit. Die Mythenforschung ist im wesentlichen auf die Gedichtsammlung der Edda und die sog. Prosa-Edda des Isländers Snorri Sturlusson (13.Jahrhundert) angewiesen. Am Anfang standen Heiligung der Sonne und der Zeugungskraft. Der höchste Gott und Himmelsherr war Ziu (Tyr), schon früh von Wodan (Odin) abgelöst. Das Weltgeschehen ist durch ständige Kämpfe zwischen Göttern und Riesen bestimmt. Jahreszeitlich bedingte gottesdienstliche Feste fanden unter freiem Himmel statt; Kulthandlungen (u.a. Opfer) oblagen Priestern.
Nach Bertelsmann
Electronic Publishing im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH, Gütersloh, München 1997

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