Wissenschaft

ursprünglich das systematische Ganze der Erkenntnis (die Philosophie des Altertums und des Mittelalters). Mit der Ausbildung der neuzeitlichen Naturwissenschaften begann die Auflösung des universalen Wissenschaftsbegriffs zugunsten stärkerer Betonung der Einzelwissenschaften. Zugleich wurde die mathematisch-naturwissenschaftliche Methode Vorbild aller Wissenschaftlichkeit, der gegenüber erst im ausgehenden 19.Jahrhundert die Geisteswissenschaften ihre andersartige Methodik geltend machten. Wissenschaftlichkeit heißt: Methodik, Vorurteilsfreiheit, Wertfreiheit, Verifizierbarkeit, Möglichkeit der Kritik sowie Intersubjektivität.

Naturwissenschaften sind die "Wissenschaften von den Naturerscheinungen u. -gesetzen. Man kann den exakten Naturwissenschaften (Physik, Chemie) die vorwiegend beschreibenden Naturwissenschaften (Biologie einschl. Mikrobiologie u. Paläontologie, Geographie, Geologie, Kristallographie u. a.) gegenüberstellen. Aufgabenbereiche der Naturwissenschaften sind vor allem die zweckfreie Forschung (Grundlagenforschung), die die Naturgesetze sucht, u. die angewandte Forschung, die durch Naturerkenntnis zu Naturbeherrschung zu gelangen sucht (z.B. Technik u. Medizin)." Nach Bertelsmann Electronic Publishing im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH, Gütersloh, München 1997

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