Ragna-rök /Götterdämmerung

Der Begriff Götterdämmerung und das Aufsteigen der frischen grünen Erde (Völuspa, Strophen 59 - 62) sowie der unausweichliche Untergang des jeweils Vorhergehenden deutet auf einen Wechsel zwischen Tag und Nacht und die Übergänge Abend- und Morgendämmerung hin. Mit der Dramatik und dem Ausmaß des Kampfes werden aber zugleich größere Zyklen beschrieben wie beispielsweise die gewaltigen Klimaveränderungen, die es auf der Erde gegeben hat. Übergänge zwischen Warm- und Eiszeiten brachten ja auch regelmäßig riesige Wanderungen von Tieren, Kampf und ein gewaltiges Artensterben mit sich. Zog sich das Eis wieder zurück, wurde die entstandene Nische schnell wieder belebt. Alte Arten, die den Wechsel überlebt hatten, wuchsen wieder, andere paßten sich den neuen Bedingungen an und neue faßten Fuß. Desgleichen kann die Entwicklung der Menschen und Götter daraus abgeleitet werden.

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