Materie, Raum, virtuell

Materie, physikalisch jede in Form von Masseteilchen auftretende Energieform (Elementarteilchen). Da nach der Einsteinschen Beziehung E = mc² Energie und Masse äquivalent sind, kann massenlose Energie in Materie umgewandelt werden (Materialisation, z. B. Erzeugung eines Elektron-Positron-Paares durch ein Lichtquant).

Raum, die äußere Form der sinnlich erfaßbaren Wirklichkeit, gekennzeichnet durch das Ausgedehntsein (Länge, Breite, Höhe) von Gegenständlichem und das Auseinandersein räumlicher Gegenstände in drei Dimensionen. Aristoteles definiert Raum als das Begrenzende der Körper, der Rationalismus setzt Raum mit Materie gleich, die Renaissance (N. Kopernikus, G. Bruno) betont die Vorstellung eines unendlichen astronomischen Raums. Der Kritizismus Kants bestimmt Raum und Zeit als apriorische Anschauungsformen. Die Physik geht vom geometrischen Raum bzw. von der euklidischen Geometrie aus, deren Gültigkeit sie jedoch auf den Bereich unserer gewöhnlichen Erfahrung beschränkt. Die Relativitätstheorie zeigt, daß Raum und Zeit eine Einheit bilden. Die Mathematik bezeichnet den Raum stark verallgemeinernd als eine Menge von Elementen, zwischen denen bestimmte Beziehungen bestehen.

virtuell, scheinbar, der Möglichkeit nach vorhanden; z. B. in der Optik ein Bild (virtuelles Bild), das nur durch das Auge gesehen wird, auf einer Mattscheibe aber nicht erscheint und auch nicht fotografierbar ist.

Nach Bertelsmann Electronic Publishing im Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH, Gütersloh, München 1997

Nach dem Universal-Prinzips bilden Materie und Raum die beiden extremen Komponenten von Energie.

Während die Energie in einem geschlossenen System (Inertialsystem) konstant bleibt, vermag sie sich darin in gegenläufigen Kreisprozessen (Kondensation und Expansion) periodisch in Zwischenformen ihrer beiden Komponenten Raum (Volumen) und Materie (Masse) umzuwandeln.

Mit zunehmender Dichte von Materie wächst deren Levitationspotentioal. Das Gravitationspotential des Raumes steigt dagegen mit dessen zunehmender Leere.

Das Universal-Prinzip

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